Die Knochen- oder Hühnerbrühe

Die Knochen- oder Hühnerbrühe

Eine Hühnerbrühe ist kräftigend, wohlschmeckend und als altes Hausmittel bekannt. Jeder kennt sie und (fast) jeder mag sie. Damit die doch recht einfache Brühe auch wirklich gut rüberkommt, wollen wir etwas ganz besonderes daraus machen.  Wir verwenden von Anfang an nur natürliche und regionale Zutaten. Das Biohuhn vom Ökobauern nebenan, die Küchenkräuter von der Garten- Liesl aus dem Nachbarort, das gute frische Brunnenwasser und die feinsten Gewürze- Fair Trade.

Die Hühnerbrühe gibt es in meinem Gourmet-Tempel nur in der kalten Jahreszeit. Gemeinsam mit meinem Küchen- und dem Serviceteam haben wir uns darauf geeinigt, nur regionale und biologisch unbedenkliche Produkte für unsere Gerichte zu verwenden. Das ist uns einfach wichtig. Vermutlich ist das der Grund, weshalb meine Angestellten ihre Arbeit mit Leidenschaft machen und sich die Brühe so gut verkauft.

Erst kürzlich haben wir alle gemeinsam ein Seminar besucht und unser neues Leitbild für die Produkte festgelegt: natürlich-regional-biologisch. Wir haben auch ein Leitbild für den Umgang mit unseren Gästen entwickelt: freundlich- höflich- liebevoll.

Meine Angestellten lieben ihre Arbeit. Wir alle stehen hinter unserer ökologischen Ausrichtung und identifizieren uns damit. Unsere Gäste sind überwiegend Feinschmecker. Für viele ist Essen eine Leidenschaft. Deshalb höre ich immer wieder Fragen wie: Woher kommen denn die Hühner, welche Kräuter sind denn in der Brühe, was bewirken diese Kräuter?

Meine Servicekräfte freuen sich darüber und erklären den Gästen genau, wie die Hühner aufwachsen, welches Futter sie kriegen oder welche Heilwirkung die Kräuter haben. Was sie motiviert, ihre Arbeit mit Leidenschaft zu machen ist einfach: Sie wissen, dass mit jeder bestellten Brühe auch ein gutes Geld für den Ökobauern und für die Garten- Liesl herausspringt. Damit profitieren wir alle und unsere Gäste zahlen gerne ein paar Euro mehr, wenn sie etwas richtig Gutes dafür kriegen.

Die Maro’sche Karottensuppe

Die Maro’sche Karottensuppe

Diese Suppe ist quasi die Königin unter den Karottensuppen. Ich habe noch niemanden gefunden, der diese Suppe so gut gekocht hat, wie meine Oma. Meine Oma ist als Suppenköchin groß geworden und weiß genau, worauf es bei den Suppen ankommt, um sie geschmacklich zur Vollendung zu bringen.

Eine Gruppe aus der Kunstkochschule angehender junger Starköche hat es aber fertig gebracht, die Suppe mit viel Aufwand ganz gut nach zu kochen. Zuvor wurde Oma befragt, wie sie das so gut hin bekommt. Ihre Antwort war einfach: Die Suppe wird immer dann so gut, wenn sie mit Liebe gekocht wird. Allerdings sei es auch wichtig, mit Freude zu kochen und ein bisschen Erfahrung sei auch noch ganz gut. Warum sie beim Kochen immer so motiviert sei, wollten die jungen Köche dann noch wissen. Ganz einfach, sagte Oma. Wenn ich sehe, dass meine Töpfe leer werden dann weiß ich, dass ich den Leuten etwas Gutes getan habe.

Die goldene Paste

Die goldene Paste

Wenn du in deinem Unternehmen immer mehr Vegetarier hast, solltest du allmählich lernen, wie Gemüserisotto geht. Weil unser alter Koch aber so gar nicht auf vegetarisch kochen kann, mussten wir einen neuen finden.
Ein gutes Gemüserisotto ist nicht einfach zu machen. Probleme gab es schon beim Einkaufen. Ich vermute, dass der neue Koch vergessen hat, seinen Leuten genau zu sagen, was und wie und wann er die Zutaten braucht. Ein paar der Hilfsköche wussten nicht, wo sie die besten Tomaten kaufen können. Einer hat sogar den Parmesankäse vergessen und deshalb musste der Koch ihn nochmals losschicken.
So ging viel Zeit verloren und die Mägen blieben leer. Der Hilfskoch wollte die hungrigen Mäuler so schnell wie möglich stopfen. Er stellte den Ofen auf 230 Grad ein und dachte, damit spart er Garzeit ein. Aber das ging nach hinten los. Außen verkohlt und innen nicht gegart landete der Leckerbissen auf unseren Tellern. Ob es geschmeckt hat- eher nicht.
Damit es beim nächsten Risotto nicht genauso geht, hatten wir vor kurzem unsere erste Teambesprechung. Jeder von uns hat jetzt eine konkrete Aufgabe für die er voll verantwortlich ist. Unser Küchenchef ist der Meinung, dass jeder das tun soll, was er am Besten kann und ihm Spaß macht. Aufgabenverteilung nennt er das. Wir haben jetzt verstanden, dass jeder für seine Aufgaben verantwortlich ist. Der Chef hat uns auch gezeigt, worauf es bei frischen Zutaten ankommt und woran man sie erkennt. Inzwischen haben wir ein Kochteam und einen der dafür verantwortlich ist, dass wir das Essen pünktlich servieren können. Seit kurzer Zeit liefert uns ein Händler dem wir vertrauen alles, was wir an frischem Obst und Gemüse brauchen. Das spart Zeit und wir haben eine zusätzliche Arbeitskraft in der Küche. Jetzt wird alles anders, da bin ich mir sicher. Das nächste Gemüserisotto wird der Hit!